Laufstrecke: Berlin - Grunewald
Die Gesamtstrecke: ca. 16 km
Startpunkt: S-Bahnhof Grunewald
Startpunkt der Laufstrecke ist der Schmetterlingsplatz neben dem S-Bahnhof Grunewald. Hier befinden sich auch Parkplätze und eine Restauration. Es führen 3 Wege in den Wald, nehmen Sie den mittleren, den Schildhornweg. Dieser führt vorbei an der Bezirksgärtnerei bis zu einer Schranke, wo rechtsseitig Kleingärten beginnen. Wenn sie nach oben blicken, sehen Sie die ehemalige Abhörstation auf dem Teufelsberg. Hier laufen Sie nicht weiter geradeaus sondern nehmen an dieser Gabelung ebenfalls den mittleren Weg. Der Wald ist hier noch sehr bevölkert, insbesondere die Nordic-Walker-Dichte ist recht hoch, scharrende Geräusche hallen laut durch den Wald. Aber verkneifen Sie sich gehässige Bemerkungen. Die Walker sind eindeutig in der Mehrheit und oft mit spitzen Stöckern bewaffnet. Wenn Ihnen ein Pulk begegnet, gehen Sie zu Seite. Grüßen Sie freundlich!
Nach 300 m liegt linksseitig die Sandgrube im Jagen. Auch wenn die Bänke und die Sonne zum Pausieren einladen, laufen Sie erstmal tapfer weiter. Sparen Sie sich diesen wunderschönen Platz für den Rückweg auf. Sie laufen jetzt weiter geradeaus zum Teufelssee und lassen diesen entweder steuerbordseitig liegen oder wenn es Sommer ist, können Sie sich auch einfach die Kleider vom Leib reißen und einen kurzen Abstecher zum Baden in den See machen. Es herrscht FKK-Gebot. Sie müssen also nicht unbedingt Badesachen dabei haben.
Nach ca. 500 m kommen Sie zu einer Weggabelung. In der Mitte steht ein Baum, der mit roter Graffiti verziert ist, nehmen Sie den rechten Weg. Es geht jetzt eine ganze Weile leicht bergauf. Schließlich laufen Sie in den Havelbergen. Nach etwa 1,5 km steht rechts am Wegesrand ein Straßenschild das Ihnen sagt, dass Sie sich an der Havelchaussee 92 befinden. Bewundern Sie die tolle Lage des neuen Forst-Hauses, aber laufen Sie noch ca. 200 m geradeaus weiter, bis Sie zu einer kleinen Kreuzung kommen. Hier steht eine Bank. Rechts geht es zum (Selbstmörder)-Friedhof, den Sie sich, falls Sie auf Friedhöfe stehen, anschauen sollten. Wenn Sie geradeaus weiterlaufen, kommen Sie direkt zur Havelchaussee, wo Sie aber nicht hinwollten. Laufen Sie also dieser Kreuzung links. Dort treffen Sie nach einem kurzen Stück des Weges ebenfalls auf die Havelchaussee. Sie befinden sich jetzt bei km 4,2.
Nehmen Sie hier den linken Weg - den Saubuchtweg - wo auch die Schranke ist. Der Wegestein weist hier u.a. zur Avus in 3,3 km. Die Walkerdichte hat hier schon merklich abgenommen. Die eine oder andere halblaut gemurmelte gehässige Bemerkung ist ab jetzt erlaubt. Der Weg führt Sie u.a. zu einer größeren Weggabelung - der Spinne - wo Sie einen Orientierungsplan finden. Laufen Sie auch hier geradeaus weiter, auf der linken Seite sehen Sie mehrere Trafokästen. Nach ca. 500 m kommen Sie zum alten Forsthaus. Weise Menschen haben hier 2 Kanister mit frischem kalten klaren Wasser hingestellt, aus denen Sie sich bedienen können. Die Kanister waren, wenn ich hier vorbei kam, bisher immer wohl gefüllt. Bewundern Sie auch hier die schöne Lage des Forsthauses. Laufen Sie weiter geradeaus. Wenn Sie an einer Polizeinotrufsäule vorbeikommen, wissen Sie, dass Sie immer noch auf dem richtigen Weg sind. Laufen Sie weiter geradeaus, auch wenn Sie vielleicht schon keine Lust mehr haben. Ignorieren Sie den nächsten Wegestein und erst wenn Sie am linken Wegesrand ein grünes Rohr, zwischen zwei rotweißen Markierungen hinter sich gelassen haben, dürfen Sie links abbiegen. Tun Sie das also an der nächsten Möglichkeit. Sie befinden sich jetzt bei km 8.
Der Wegestein weist die Avus in 1,3 km aus. Jetzt geht es steil bergab und wieder bergauf. Aus Knieschonungsgründen legen Sie einfach eine Gehminute ein. Aber bergauf wird dann wieder gelaufen, schließlich wollen Sie es doch bis zum Marathon schaffen. Bergauflauf bringt Muskeln.
Sie kommen zu einer kleinen Kreuzung mit einer Bank, ruhen Sie sich kurz aus und laufen dann 400 m geradeaus weiter, bis zur nächsten kleinen Kreuzung. Hier sollten Sie aufpassen, denn Sie müssen wieder links abbiegen. Sonst kommen Sie direkt zur Avus, die auch schon deutlich hörbar ist. Man kann dann zwar auch den Kronprinzessinnenweg zurück nehmen, aber dort müssen Sie sich an schönen Tagen jeden Handbreit des Weges mir frechen Skatern und schreiend bunt gekleideten Senioren-Radrennfahrern teilen. Tun Sie sich das nicht an. Die Farbkombination der Radfahrer-Trikots wird epileptische Anfälle bei Ihnen auslösen, falls Sie sensibel für so etwas sind. Außerdem ist es laut. Passen Sie also auf und laufen Sie links an der Kreuzung. Dort steht - als Orientierungspunkt geeignet - ein etwas abgenagt aussehender ca. 1,50 m hoher Baumstumpf. Falls Sie die Kreuzung verpasst haben, gehen Sie lieben die paar Meter wieder zurück. Sie befinden sich jetzt bei km 9.
Nach ca. 1 km kommen Sie zum Sprengplatz. Der Platz ist gut bewacht. In kleinen Wachtürmen sitzen kleine Polizisten mit kleinen Pistolen. Winken Sie Ihnen zu und laufen Sie weiter geradeaus am Stacheldrahtzaun entlang. Sie kommen an einer Schutzhütte vorbei und queren dann einen etwas größeren Sand-/Schotterweg. Dies ist der Hüttenweg. Ignorieren Sie ihn und laufen Sie weiter geradeaus bis Sie zu einem zweiten größeren Sand/Schotterweg kommen. Weichen Sie vorher nicht vom rechten Wege ab, der jetzt immer kleiner und unscheinbarer geworden ist, pflücken Sie keine Blumen und Pilze. Lassen Sie sich nicht von fremden Männern mit pelzigen Ohren ansprechen. Nur so finden Sie Teltower Weg. Dort biegen Sie links ab. Hier gehts auch nicht mehr weiter geradeaus. Gott sei Dank! Sie befinden sich jetzt bei km 11,7
Jetzt laufen Sie ca. 2 km bis Sie wieder zu einer kleineren Kreuzung kommen, wo Sie links nach ca. 50 m die Weggabelung und den Baum mit der Graffiti sehen - hier waren Sie also schon. Sie befinden sich jetzt bei km 13,7. (Sie können den Weg zurück zur S-Bahn aber auch abkürzen indem Sie bei km 12,3 rechts dem Wegestein-Hinweis zur S-Bahn folgen. Dann sind Sie, wenn Sie am Ziel sind allerdings nur 14,6 km gelaufen.)
Biegen Sie hier rechts ab und laufen Sie den Weg zurück am Teufelssee vorbei. Der Weg gabelt sich nach ca.1 km, nehmen Sie den rechten Weg. Bis Sie wieder zur Bezirksgärtnerei kommen, dort halten Sie sich links und kommen so wieder zurück zum Parkplatz. Wenn Sie wieder zu Hause sind, duschen Sie heiß und machen sich was Gutes zu Essen. Genießen Sie die Entspannung nach diesen schönen Laufstrecken.